Doping-Untersuchung gegen Russlands WM-Team von 2014?

Einstellen Kommentar Drucken

Einem englischen Zeitungsbericht zufolge soll es auch bei der russischen Fußball-Nationalmannschaft Unregelmäßigkeiten gegeben haben.

Demnach versuchen die Ermittler in Erfahrung zu bringen, ob auch das Fußball-Team von dem institutionellen Dopingsystem in Russland betroffen war. Die FIFA bestätigt Ermittlungen - nennt aber keine Namen. Dabei ließ der Weltverband auf Anfrage allerdings offen, um welche Spieler es sich handelt.

Den aktuellen Stand der Untersuchungen in Zusammenarbeit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur könne die FIFA nicht kommentieren, teilte der Weltverband mit. Wie die englische Zeitung Daily Mail on Sunday, die bereits das Staatsdoping enthüllt hatte, berichtet, wird gegen den gesamten russischen Kader für die Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 ermittelt.

Neben den 23 Spielern Russlands sollen elf weitere Fußballer auf einer Liste von insgesamt 1000 Personen stehen, die mit Doping in Verbindung gebracht werden. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf Unterlagen der FIFA.

Bei der Fifa soll es ein Dossier geben mit signifikanter Beweislast gegenüber mehreren russischen Spielern.

Der kanadische Rechtsprofessor McLaren hatte im Juli und Dezember vergangenen Jahres im Auftrag der Welt-Anti-Doping-Agentur zwei Berichte zu Doping in Russland vorgelegt. "Im Fußball gab es nie Doping und wird es nie Doping geben", sagte Mutko der Agentur Tass in Moskau.

Ein Jahr noch bis zur Heim-WM - und für Russlands Fußballer läuft es miserabel.

Der Doping-Skandal in der russischen Leichtathletik weitet sich offenbar auf den Fußball aus. Schon im ersten Bericht hatte McLaren darauf hingewiesen, dass unter 643 verschwundenen Dopingproben auch elf von Fußballern gewesen seien.

Beim Confederations Cup lachten sie am 17. Juni 2017 noch neben Legende Pele (l.): Fifa-Präsident Gianni Infantino (M.) und Russlands Präsident Wladimir Putin (r.).

Zu dem Kader zählten auch fünf Spieler, die diesen Sommer beim Confed Cup im russischen Team standen.

Fußball-Verbandschef Witali Mutko hat Anschuldigungen, in seiner früheren Funktion als Sportminister in die Praktiken involviert gewesen zu sein, stets bestritten.

Nach Aufdeckung des Doping-Skandals waren zahlreiche russische Athleten für die Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gesperrt worden.

Comments