Deutsches Sicherheitsamt warnt vor Cyber-Attacken auf Verwaltung

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Betroffen seien Yahoo- und Gmail-Konten.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer aktuellen Phishing-Kampagne, die gezielt auf Topmanager und Spitzenpersonal aus Wirtschaft und Verwaltung gerichtet sein soll. Die Angreifer geben dabei etwa vor, Auffälligkeiten bei der Nutzung des Postfachs beobachtet zu haben oder neue Sicherheitstechnik anbieten zu wollen. Sie hätten E-Mails mit einem Link auf eine Webseite erhalten, auf der sie aufgefordert worden seien, ihr Passwort anzugeben. Einen Angriff auf die Regierungsnetze habe das BSI bereits abgewehrt.

"Die verwendete Angriffsinfrastruktur hat Ähnlichkeiten mit derjenigen, die bei den Angriffen und anschließenden Leaks gegen die Demokratische Partei in den USA und gegen die französische En-Marche-Bewegung eingesetzt wurde", erklärte das BSI. "Private E-Mail-Postfächer allerdings sind außerhalb der Zuständigkeit des BSI". Für die Cyber-Attacke auf die Demokraten während des US-Wahlkampfes machen die Geheimdienste Russland verantwortlich. "Dies macht private Postfächer für die Angreifer zu einem attraktiven Angriffsziel. Dies ist ein wichtiger Teil des digitalen Persönlichkeitsschutzes". Zudem sei es sinnvoll, E-Mail-Kommunikation zu verschlüsseln. "Informationen, die bei Cyberattacken abfließen, könnten im Wahlkampf auftauchen, um deutsche Politiker zu diskreditieren", sagte Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen im Dezember.

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