Gewinnmitnahmen sorgen für leichtes Minus im Dax

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Damit dämmte der Dax die Verluste des Tages aber immerhin etwas ein. Auf Wochensicht rutschte der deutsche Leitindex damit in den negativen Bereich. Ein Börsianer verwies auf die Freigabe von Rüstungsprojekten in Milliardenhöhe durch den Bundestag.

Für Kursausschläge bei deutschen Einzelwerten sorgten vor allem Analystenkommentare. Der deutsche Leitindex schloss am Mittwoch 0,32 Prozent im Minus bei 12 774,26 Punkten.

Auf der europäischen Bühne fiel der EuroStoxx 50 um 0,53 Prozent auf 3560,66 Punkte. Auch im Tagesgeschäft lief es schlechter als noch zu Jahresbeginn. Bereits am Mittwoch hatten die Papiere des Industrie- und Stahlkonzerns um mehr als 2 Prozent zugelegt, nachdem die Parlamentarier des Haushaltsausschusses zahlreiche Rüstungsprojekte abgesegnet hatten, darunter den Kauf von fünf Korvetten für die Marine für rund zwei Milliarden Euro.

Schlusslicht im MDax waren die Titel des Online-Modehändlers Zalando mit einem Minus von über 4 Prozent. Der Dow Jones beendete die Sitzung 0,3 Prozent und der Nasdaq 0,8 Prozent tiefer. Anteilseigner des Lichtspezialisten Osram konnten sich über einen Kursgewinn von 3,61 Prozent und den Spitzenplatz im MDax freuen.

Spitzenreiter im Dax war ProSiebenSat.1: Die Aktien des Medienkonzerns profitierten mit plus 2,36 Prozent vom Verkauf des schwedischen Reiseportal-Betreibers Etraveli an den Finanzinvestor CVC zu einem Unternehmenswert von 508 Millionen Euro. Analyst Ingo-Martin Schachel lobte die "beeindruckende" Margenverbesserung im Bandstahlgeschäft, wo Salzgitter der Konkurrenz zuvor jahrelang sichtbar hinterher gehinkt sei.

Im SDax erholten sich die Papiere der Start-up-Schmiede Rocket Internet um weitere 5 Prozent. Anders lautende Meldungen hatten Innogy seit Mitte Mai deutlich Auftrieb gegeben.

Die Titel des Chemiekonzerns BASF gehörten dagegen mit minus 0,79 Prozent zu den größten Verlierern, nachdem die Privatbank Berenberg die Beobachtung mit einer Verkaufsempfehlung aufgenommen hatte. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 141,89 Punkte.

RENTEN: - STABIL - Der Bund-Future dürfte den Tag kaum verändert beginnen und sollte sich im Tagesverlauf zwischen 164,30 und 165,50 bewegen, schrieb Dirk Gojny von der National-Bank am Donnerstagmorgen. Am Donnerstagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1169 US-Dollar.

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