Nach Attacke gegen Frau auf U-Bahn-Treppe: Prozess beginnt neu

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Berlin - Der Prozess um die brutale Treter-Attacke gegen eine Frau auf einer Berliner U-Bahn-Treppe startet heute im zweiten Anlauf. Der 28-Jährige soll die arglose Passantin Ende Oktober 2016 mit einem Tritt in den Rücken eine Treppe hinabgestürzt haben. Im ersten Anlauf war das Verfahren noch vor Verlesung der Anklage ausgesetzt worden.

Die Verteidigung befürchtete eine Befangenheit der Schöffin, weil diese sich in Leserbriefen an den Tagesspiegel abfällig über Menschen mit Migrationsgrund geäußert hatte. Der verdächtige Bulgare sitzt in Untersuchungshaft. Ein Gutachter soll im Prozess aber prüfen, ob der Mann schuldfähig ist. Zu hören war, dass er möglicherweise unter Drogen oder Alkohol stand. Die Frau tritt in dem Prozess als Nebenklägerin auf. Er war zunächst untergetaucht und mit Haftbefehl gesucht worden. Sie sei als Zeugin für den 29. Juni geladen, hieß es. Angeklagter Svetoslav S. wird heute erneut der zuständigen Strafkammer des Landgerichts vorgeführt - mit anderen Schöffen.

Der Angeklagte ist nach Angaben von Ermittlern in Deutschland nicht vorbestraft.

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