Polizisten in Duisburg durch Menschenmenge bedrängt

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Duisburg. Eigentlich wollte sich eine Polizeistreife am Sonntagabend nur um ein falsch geparktes Auto kümmern.

Duisburg - Rund 250 Störer haben in Duisburg einen Polizeieinsatz behindert. Eine Funkstreife wollte ein Verkehrsdelikt ahnden.

Ein regelrechter Massenauflauf fand in Duisburg statt, als die Polizei einen Mann verhaftete.

Auch dieser Aufforderung der Polizisten wollte der Gaffer nicht nachkommen. "Stattdessen redete er laut auf die Polizisten ein", sagt Daniela Krasch, Sprecherin der Duisburger Polizei, im Gespräch mit unserer Redaktion.

Als seine Personalien festgestellt werden sollten, habe der Mann sich widersetzt und Widerstand geleistet. Diese begannen die Polizisten gewaltsam zu attackieren, mit dem Ziel den 37-jährigen aus der polizeilichen Obhut zu befreien. Im Stadtteil Bruckhausen, der mit einem Ausländeranteil von mehr als 50 Prozent schon lange als sozialer Brennpunkt gilt, belagerten 250 Menschen die Beamten und versuchten dabei teils gewalttätig eine Festnahme zu verhindern. Die Beamten wurden beschimpft und beleidigt.

Auch die Polizei holte Verstärkung. Auch Pfefferspray kam zum Einsatz. Einsatzkräfte der Polizei seien nicht verletzt worden. Laut Polizei wurden 250 Platzverweise ausgesprochen.

Auf die Beteiligten kommen nun Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruches, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Gefangenenbefreiung und anderer Delikte zu, hieß es. Der inzwischen erschienene Mob versuchte, den Mann zu befreien und griffen die Einsatzkräfte an. Nähere Angaben zur Person macht die Polizei auf Anfrage nicht.

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