Rentenkasse mit 2,2 Milliarden Euro Minus

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Einem Bericht der Dortmunder "Ruhr Nachrichten" zufolge verbuchte die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) 2016 ein Minus von 2,2 Milliarden Euro. In die roten Zahlen rutschte man, nachdem die große Koalition ihr Rentenpaket mit höheren Ausgaben verabschiedete. Wie die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) am Montag in Berlin mitteilte, lagen die Ausgaben 2016 bei 282,7 Milliarden Euro, die Einnahmen dagegen nur bei 280,5 Milliarden Euro. Die Rentenversicherung beteuert: Die Lage ist gar nicht so schlecht. Diese lagen Ende vergangenen Jahres bei 32,4 Milliarden Euro. Die Einnahmen aus Pflichtbeiträgen seien zugleich im vergangenen Jahr um mehr als vier Prozent gestiegen. Der Rentenbeitrag von derzeit 18,7 Prozent könne aus heutiger Sicht bis zum Jahr 2021 stabil bleiben. Weitere Einzelheiten zu ihrer Finanzlage will die DRV am Donnerstag auf ihrer Bundesvertreterversammlung in Augsburg bekannt geben. Damit sei das Minus bei der Gesetzlichen Rentenversicherung gegenüber dem Vorjahr um gut 600 Millionen Euro höher ausgefallen, berichteten die Dortmunder "Ruhr Nachrichten" (Montagsausgabe) unter Berufung auf die Kabinettsvorlage zum Entwurf für den Bundeshalt 2018, die am Mittwoch beraten werden soll.

Grund für das größere Minus seien höhere Ausgaben als 2015. Zu Beginn des Jahres 2015 war der Beitragssatz um 0,2 Prozent gesenkt worden.

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