Schiff für Castortransport hat in Neckarwestheim abgelegt

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Ein für den Castortransport vorgesehenes Transportschiff hat am frühen Montagmorgen in Neckarwestheim abgelegt. Es wäre der EnBW zufolge die erste Verfrachtung von Atommüll auf einem Fluss in Deutschland. Es soll drei Behälter mit radioaktivem Müll von Obrigheim nach Neckarwestheim bringen. Der sogenannte Schubverband startete zunächst ohne Zwischenfälle Richtung Obrigheim in Baden-Württemberg zum stillgelegten Atomkraftwerk, wie die Polizei mitteilte. Ein Hubschrauber sei im Einsatz, es gebe keine Einsatzkräfte auf dem Schiff - und keine Kenntnisse über mögliche Störungen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Göppingen. Atomkraftgegner kündigten für den Vormittag eine Mahnwache in Gundelsheim an. Bleibt es bei den Plänen, legt das Schiff mit ausgedienten Brennelementen an Bord nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch Richtung Neckarwestheim ab. Für die Fahrt zum dortigen Zwischenlager seien bis zu 14 Stunden veranschlagt. Die Abladung der Behälter beginne dann am Donnerstag. Der Transport werde von Booten der Wasserschutzpolizei begleitet, ein Hubschrauber beobachte aus der Luft. Insgesamt sind fünf Transporte mit je drei Castor-Behältern im Abstand von mehreren Wochen geplant. Sie haben Proteste angekündigt.

Hunderte Beamte sichern den Einsatz. Kräfte aus anderen Bundesländern seien nicht vor Ort. Als mögliche kritische Punkte werden sechs Schleusen gesehen. Die Polizei rechnet ab Montag mit Kundgebungen von Atomkraftgegnern. Der Chef der Kernkraft GmbH von EnBW, Jörg Michels, nannte das Transportschiff sogar "praktisch unsinkbar".

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