Bei Großrazzia: Osmanen-Rocker festgenommen

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Bei Durchsuchungen von 20 Wohnungen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen seien sieben Personen festgenommen und etliche Waffen sowie weiteres Material sichergestellt worden, erklärte die Staatsanwaltschaft Stuttgart. Bereits am Samstag wurden demnach zwei Männer in Hessen festgenommen. Gut 400 Beamte der Landes- und Bundespolizei waren im Einsatz. darunter auch mehrere Spezialeinheiten, sowie drei Staatsanwälte. Sie nahmen fünf Männer im Alter von 19 bis 45 Jahren fest. Wie ein ebenfalls 37-Jähriger aus dem Hochtaunuskreis wurde er inzwischen einem Haftrichter vorgeführt und in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die insgesamt sieben Festgenommenen sollen Mitglieder, die die Rockergruppe verlassen wollten, erpresst, beraubt und zusammengeschlagen haben. In einem Fall habe man auch den Tod ihres Opfers in Kauf genommen, sagte ein LKA-Sprecher zu FFH. Die Polizisten beschlagnahmten unter anderem eine scharfe Schusswaffe und vier Schreckschusswaffen, aber auch Rauschgift, Bargeld und Schmuck.

Schon seit Ende 2016 ermitteln die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das LKA gemeinsam mit der Bundespolizeidirektion Stuttgart, der Polizei Ludwigsburg und Stuttgart gegen Mitglieder rockerähnlicher Gruppierungen. Hintergrund sind die anhaltenden, meist auch gewalttätigen, Auseinandersetzungen in diesem Milieu.

Bei den Osmanen Germania BC handelt es sich um eine türkisch-nationalistische Rockergruppierung. Im Zuge der Ermittlungen wurden schwere Straftaten wie ein versuchter Mord, räuberische Erpressungen und zahlreiche Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz bekannt.

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