T-Mobile bekommt offenbar Konkurrenz

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Beim Poker um die Zukunft des US-Mobilfunkanbieters Sprint hat die Deutsche Telekom offenbar Konkurrenz bekommen. Die Fusionsgespräche von Sprint mit T-Mobile lägen daher bis Ende Juli auf Eis. Die Insider sagten Reuters, eine Sprint-Übernahme durch die beiden Kabelfirmen sei unwahrscheinlich.

Dabei gehe es darum, wie die beiden Kabelkonzerne die Dienste von Sprint zum Ausbau ihrer mobilen Angebote nutzen können, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen am Montagabend (Ortszeit). Sprint hat eine Marktkapitalisierung von rund 32 Milliarden Dollar und weitere 32 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten. Wahrscheinlicher sei allerdings ein Deal, so die Informanten, bei dem Comcast und Charter massiv in die Netzinfrastruktur von Sprint investierten, um dann günstige Konditionen bei der Vermarktung von Mobilfunkangeboten zu erhalten. Denn die Pläne von Sprint und den US-Gesellschaften könnten sich ebenso schnell wieder in Luft auflösen, wie sie gekommen sind. Ein weiteres Szenario sei außerdem ein gemeinschaftlicher Kauf von Anteilen an Sprint durch die beiden Gesellschaften.

Durch die Gespräche mit den beiden Kabelbetreibern sei die Möglichkeit einer Fusion von Sprint und T-Mobile US aber noch nicht vom Tisch, hieß es in dem Bericht weiter.

Comcast ist der größte Kabelnetzbetreiber der USA und besitzt den Medienkonzern NBCUniversal. Dabei sagten sie auch zu, für ein Jahr keine Grossübernahme im Mobilfunkbereich ohne die Zustimmung des anderen in Angriff zu nehmen. Das könnte sich unter dem neuen Präsidenten Donald Trump aber ändern.

Sprint hat die Verhandlungen über eine Fusion mit T-Mobile US ausgesetzt, und führt exklusive Gespräche mit den Kabelnetzbetreibern Charter Communications und Comcast. Sollte Sprint mit Charter und Comcast nur zu einer Vertriebsvereinbarung kommen, sei dies weiter eine Option. Die US-Tochter der Deutschen Telekom und Sprint wollten 2014 schon einmal fusionieren, wurden damals aber von den Regulierungsbehörden zurückgepfiffen.

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