Trump sagt Journalisten den Kampf an: Präsident postet fragwürdiges Prügelvideo

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"Aber in Momenten wie diesen sollten wir daran denken, dass wir alle für unser Land arbeiten", forderte er nach dem Attentat auf den Republikaner-Politiker Steve Scalise.

Dies frustriert das ständig als "FakeNewsMedia" beschimpfte Gros der US-Medien zunehmend - und es keimen Sorgen über eine schleichende Beschneidung der Pressefreiheit auf. Während Twitter in dem Video des US-Präsidenten keinen Verstoß gegen die Regeln des Netzwerks sieht wird mehr über die Hintergründe des Videos bekannt. Erst vorige Woche hatte er Mika Brzezinski aufs Korn genommen, eine liberale Journalistin beim Fernsender MSNBC, die zusammen mit ihrem konservativen Partner Joe Scarborough die politische Talkshow "Morning Joe" moderiert.

US-Präsident Donald Trump ist mit einer erneuten Kritik am US-Nachrichtensender CNN deutlich über sein bisheriges Maß hinausgegangen.

Geht er damit jetzt zu weit? Über Twitter setzte der Präsident eine Reihe von Angriffen auf die "Fake-News-Medien "und ihre Vertreter ab und scheute dabei auch vor persönlichen Beleidigungen nicht zurück". In einer gestellten Szene schlägt Trump einem Mann ins Gesicht.

Diese Devise scheint Trump nun auch wörtlich zu nehmen. Trump hat das Video wohl getwittert, um einerseits seine eigene Basis bei Laune zu halten. Neu daran ist allerdings, dass McMahons Kopf durch das Logo des Fernsehsenders CNN ersetzt wurde. CNN wirft dem Präsidenten vor, mit dem Video zu Gewalt gegen Journalisten aufzustacheln und seine Amtspflichten zu vernachlässigen. "Die unehrlichen Medien werden uns nie daran hindern, unsere Ziele im Namen unseres großartigen amerikanischen Volkes zu erreichen".

Der Chefredaktor der ebenfalls häufig vom US-Präsidenten attackierten Zeitung "New York Times", Dean Baquet, nannte es "ungehörig", dass Trump zu einer "derartigen Wut auf die Medien" ermutige. Sie erinnerten daran, dass im Wahlkampf um die Nachbesetzung des Abgeordnetenmandats von Montana der republikanische Kandidat Greg Gianforte tatsächlich einen britischen Reporter niedergeschlagen und verprügelt hatte.

CNN selbst erklärte in einem Statement, es sei ein trauriger Tag, wenn der Präsident der USA zur Gewalt gegen Journalisten aufrufe.

Bei einer Veranstaltung zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli legte Trump am Samstagabend mit weiteren Attacken auf die Medien nach: Die Medien hätten ihn daran hindern wollen, ins Weiße Haus einzuziehen, sagte Trump in Washington.

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