Ehen halten im Durchschnitt länger

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Etwa jede sechste Scheidung (15,6 Prozent) erfolgte sogar erst nach mehr als 25 gemeinsamen Jahren, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. In Niedersachsen ließen sich 17.120 Paare und damit 106 weniger als im Vorjahr scheiden. In Bremen stieg dagegen die Scheidungszahl von 1.393 auf 1.419. Bezogen auf die letzten zehn Jahren geht aber auch hier - mit Schwankungen - die Zahl der Scheidungen zurück. 2007 gab es in Bremen noch 1.595, in Niedersachsen 19.682.

Trends zur längeren durchschnittlichen Ehedauer wie auch zum höheren Durchschnittsalter der Geschiedenen hätten sich bundesweit fortgesetzt, hieß es. Die Ehen hatten im Durchschnitt 15 Jahre bis zur Scheidung bestanden.

Eine Ehe wurde in Deutschland 2016 im Schnitt nach 15 Jahren geschieden, 2015 war es noch ein Monat weniger. Insgesamt waren von der Scheidung ihrer Eltern demzufolge im Jahr 2016 knapp 132.000 Kinder unter 18 Jahren betroffen. Das Durchschnittsalter der Geschiedenen hatte 1991 noch um über 7 Jahre niedriger gelegen (Männer: gut 39 Jahre, Frauen: gut 36 Jahre).

Ehefrauen stellten demnach zu 51,3 Prozent den Scheidungsantrag, die Ehemänner 40,9 Prozent und die übrigen wurden von beiden gemeinsam gestellt.

Die zusammengefasste ehedauerspezifische Scheidungsziffer beschreibt dagegen die aktuellen Scheidungsverhältnisse. Nur wenn das Scheidungsverhalten über 25 Jahre hinweg genauso gewesen wäre wie im betrachteten Jahr, würde nach 25 Jahren ein entsprechender Anteil an Ehen geschieden sein.

Zu berücksichtigen ist jedoch, dass Ehen nicht allein gerichtlich durch Scheidungen gelöst werden.

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