Berlin und Paris wollen gemeinsam Kampfjet bauen

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Deutschland und Frankreich wollen mit einem europäischen Kampfjet langfristig die "aktuellen Kampfflugzeug-Flotten" beider Länder ersetzen.

Das kündigten Bundeskanzlerin Merkel und der französische Präsident Macron nach einem Treffen in Paris an. Merkel erläuterte, bis 2018 solle es eine gemeinsame Planung geben. Macron sprach von einer "tiefgreifenden Revolution". In Deutschland sind das derzeit Eurofighter, in Frankreich Rafale-Kampfflugzeuge.

Kampfpanzer: Ebenfalls bis Mitte 2018 soll ein Plan für die Entwicklung einer neuen Generation von Kampfpanzern aufgestellt werden. Beide Länder wollten prüfen, ob neben der Entwicklung einer Kampfjet-Flotte auch die Beschaffung eines neuen Kampfpanzers oder eines Seefernaufklärers möglich ist. Mit dem Eurofighter hatte es wiederholt Probleme gegeben. Konkret geht es dabei unter anderem um die nächste Generation Kampfpanzer. Dieser machte wegen technischer Probleme, etwa wegen Materialmängeln, zuletzt immer wieder Negativschlagzeilen. Nach dem Zusammenschluss der deutschen Panzerschmiede KMW und des französischen Panzerbauers Nexters war bereits spekuliert worden, dass das Unternehmen die Entwicklung eines "Le Leo" (angelehnt an den deutschen Kampfpanzer Leopard 2) angehen könnte.

Artillerie: Auch bei der Entwicklung eines neuen Artilleriegeschützes streben Deutschland und Frankreich eine Zusammenarbeit an. Deutschland nutzt bisher die Panzerhaubitze 2000 von KMW und Rheinmetall. Die Vorhaben sollen auch anderen europäischen Staaten offenstehen.

Kampfhubschrauber Tiger: Der Helikopter von Airbus, den die Bundeswehr früher in Afghanistan und heute in Mali im Einsatz hat, soll modernisiert werden.

Zudem peilten die Nachbarn eine Vereinheitlichung der verschlüsselten Kommunikation ihrer Armeen an, damit die Soldaten direkt miteinander reden könnten und Zugriff auf gemeinsame Daten hätten. Die Cyber-Kommandos sollen enger zusammenarbeiten und Offiziere austauschen.

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