Ex-Bahn-Chef wechselt zu Lazard

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Über den neuen Job für Grube hatte zunächst das "Handelsblatt" berichtet.

Der ehemalige Vorstandschef der Deutschen Bahn, Grube, tritt eine Stelle bei der US-Investmentbank Lazard an. Einen entsprechenden Bericht des "Handelsblatts" bestätigten Unternehmenskreise am Mittwoch. Seine Kontakte aus früheren Managementzeiten bietet Lazard die Chance, über ihn weitere Kunden für sich zu gewinnen. In der neuen Funktion solle Grube gemeinsam mit den beiden Deutschlandchefs des Geldhauses, Ken Oliver Fritz und Eric Fellhauer, wichtige Klienten betreuen. Doch auch international setze die Bank auf die langjährige Erfahrung und das weit verzweigte Kontaktnetz des 65-Jährigen. Die Bank ist auf Firmenfusionen und Übernahmen spezialisiert und hat zuletzt die Gastronomie-Kette Vapiano bei ihrem Börsengang beraten.

Das 1848 gegründete Unternehmen ist mit Niederlassungen in 27 Ländern und etwa 194 Milliarden Dollar (170 Milliarden Euro) an verwalteten Kundengeldern einer der ältesten und größten Namen im internationalen Investmentbanking.

Grube war Ende Januar nach fast acht Jahren an der Spitze der Deutschen Bahn zurückgetreten. Hintergrund war ein Streit über die Vertragsverlängerung. Von 2001 bis zu seinem Wechsel zur Bahn war er Mitglied des Konzernvorstands bei Daimler, parallel von 2005 bis 2009 Verwaltungsratspräsident beim Airbus-Vorgänger EADS. Nachdem Grube im Juni zum Aufsichtsratschef der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) gewählt wurde, weitet er seine Arbeit als Spitzenmanager mit dem Einstieg beim US-Geldhaus aus.

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