Merck streicht 200 Stellen im Life-Science-Geschäft in Deutschland

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Der Pharmakonzern Merck will in den nächsten fünf Jahren 200 Jobs abbauen.

Für die betroffenen Mitarbeiter sollten "faire und tragfähige" Lösungen vereinbart werden. Das Ende der Produktion in Eppelheim ist im Laufe des Jahres 2020 geplant. Insgesamt sollen vier Standorte von Merck in einem zentralen Kompetenzzentrum im bayerischen Schnelldorf gebündelt werden. Erst 2014 hatte Merck den Standort in Steinheim übernommen, als Teil der Übernahme des Sigma Aldrich Konzerns. Für genaue Zahlen sei es noch zu früh, man werde jetzt Gespräche mit dem Betriebsrat führen. Neben Schnelldorf wolle sich das Unternehmen in Zukunft auf die Standorte Darmstadt, Buchs in der Schweiz und Molsheim in Frankreich konzentrieren. In dem Bereich rund um Produkte für die Pharmaforschung sind 19 000 Mitarbeiter in 66 Ländern beschäftigt.

Die Gewerkschaft IG BCE kritisierte das angekündigte Vorgehen. "Die Standorte arbeiten durchweg erfolgreich", hieß es in einer Mitteilung.

Die Betriebsräte hätten ihre Standorte nicht aufgegeben und würden um deren Erhalt kämpfen. Weltweit hat Merck insgesamt rund 51.000 Mitarbeiter, in Deutschland gibt es fast 12.800 Beschäftigte.

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