Bilfinger senkt Prognose für operatives Ergebnis

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Grund seien Vorsorgen für Altfälle, die zu Belastungen von rund 55 Millionen führten, teilte der Konzern am Dienstagabend in Mannheim mit. Insgesamt also ein positives Ergebnis. Das angekündigte Aktienrückkaufprogramm soll im Herbst dieses Jahres wie geplant beginnen.

Operativ werde man allerdings keinen Gewinn erzielen, im vergangenen Jahr hatte er bei 15 Millionen Euro gelegen. Im Gesamtjahr 2017 erwartet Bilfinger nur noch ein ausgeglichenes operatives Resultat.

Blades hatte ursprünglich für 2017 einen operativen Renditeanstieg vor Steuern um einen Prozentpunkt auf rund eineinhalb Prozent in Aussicht gestellt. Auch der Ausblick für Konzernleistung und Auftragseingang im Jahr 2017 wurden von Bilfinger bestätigt. Die Leistung dürfte demzufolge im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich sinken und der Auftragseingang aus eigener Kraft wachsen. Die Mittelfristziele bleiben unverändert.

Nach der Prognosesenkung haben Bilfinger-Aktien am Mittwoch nur zu Handelsbeginn unter Druck gestanden. Er rechne nicht mit weiteren Problemfällen, könne diese aber nicht ganz ausschließen.

Man habe mittlerweile das Risikomanagement Geschäft geschärft, sagte Blades. Blades versicherte zudem, das Projektgeschäft werde inzwischen besser kontrolliert. "Darüber hinaus wollen wir in der Projektphase immer Cash-positiv sein. Gleichzeitig arbeiten wir die Alt-Projekte konsequent auf". Verträge mit Kunden enthielten mehr Klauseln gegen Risiken. Dazu würden die Projekte und ihre Manager genauer überprüft. "Das hört sich alles sehr logisch an, ist aber neu für Bilfinger", ergänzte er. Der damalige Vorstandschef und frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch musste gehen. Bis 2020 peilt Blades Wachstum an.

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