Daimler wehrt sich gegen Vorwurf illegaler Abgas-Manipulation

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Das Kraftfahrtbundesamt nimmt angesichts neuer Vorwürfe gegen Daimler Fahrzeuge des Herstellers in die Prüfung, wie ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums sagte. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs, zu dem Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) Vertreter des Autokonzerns nach Berlin zitiert hatte. Auf Anfrage des SPIEGEL wollte sich der Stuttgarter Autokonzern nicht zu den laufenden Ermittlungen und einer möglichen Rückrufaktion äußern. Autos mit unerlaubt hohem Schadstoffausstoß verkauft haben. Demnach geht die Stuttgarter Staatsanwaltschaft dem Verdacht nach, dass die beiden Motorreihen OM 642 und OM 651 mit einer illegalen Abschalteinrichtung ausgestattet wurden. Die Regulierung der Abgasreinigung sei eine technisch und rechtlich hochkomplexe Frage, teilte der Autobauer mit.

Daimler hat den Vorwurf zurückgewiesen, illegale Abschalteinrichtungen in seinen Dieselautos einzusetzen.

Die Staatsanwaltschaft stütze sich "maßgeblich" auch auf Erkenntnisse des KBA, berichtete der "Spiegel" weiter. Die Behörde überprüfe "schon seit vielen Wochen intensiv Dieselautos von Daimler". Die staatlichen Prüfer seien optimistisch, bei den Mercedes-Modellen bald einen eindeutigen Nachweis für illegale Abschalteinrichtungen führen zu können. "Wenn sich herausstellen sollte, dass ein weiterer deutscher Weltkonzern seine Kunden betrogen hat, dann wäre das ein deutlicher Schaden für den gesamten Industriestandort", meinte Verbraucherschutz-Staatssekretär Ulrich Kelber im "Handelsblatt" vom Freitag.

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