Nationalfeiertag und Gedenken an LKW-Anschlag von Nizza

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An der Zeremonie nahmen Opferangehörige, Helfer und zahlreiche politische Persönlichkeiten teil, unter ihnen Macrons Vorgänger François Hollande und Nicolas Sarkozy sowie Fürst Albert II. von Monaco. Die Verlesung der Namen der Todesopfer trieb zahlreichen Teilnehmern Tränen in die Augen.

Bereits den gesamten Freitag über hatten Menschen am Anschlagsort - einem bekannten Strandboulevard der Küstenstadt - weiße Rosen für die Opfer des Anschlags niedergelegt. Terrier wurde am Freitag bei seiner Auszeichnung mit dem Orden der französischen Ehrenlegion mit besonders langem Applaus bedacht.

Das Blutbad am französischen Nationalfeiertag löste weit über Frankreichs Grenzen hinaus Entsetzen aus.

Am Abend des 14. Juli vor einem Jahr war ein 31-jähriger Tunesier mit einem Lastwagen auf der Strandpromenade in eine Menschenmenge gerast. Nach der offiziellen Trauerfeier wollte Staatschef Macron Familien der Anschlagsopfer treffen. Obwohl die Terrormiliz IS den Anschlag für sich beansprucht, konnten die Behörden bis heute keine konkreten Beziehungen festmachen. Aus kleinen Tafeln mit den Namen der Toten wurde auf einem Bürgersteig der französische Wahlspruch "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" zusammengelegt. Dann sollten weiße Luftballons aufsteigen und 86 Scheinwerfer in den Himmel strahlen.

Heute Vormittag hatte Macron in Paris auf den Champs-Elysées die traditionelle Militärparade zum Nationalfeiertag abgenommen. In den folgenden Monaten gab es in Berlin, London und Stockholm tödliche Anschläge, bei denen Angreifer mit Fahrzeugen in Menschenmengen fuhren. Wegen des symbolischen Datums war der Anschlag auch als Angriff auf Frankreichs Werte verstanden worden. Er wurde zuletzt bis Anfang November verlängert.

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