Neuer Tarifvertrag für Schnellrestaurants

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Darauf einigten sich die Arbeitgeber mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Ein gutes Ergebnis für die Arbeitnehmer, gut aber auch für die Gesellschaft. Und von den Lohnerhöhungen zwischen 7,3 und 8,7 Prozent profitiert indirekt auch die Gesellschaft - je mehr die Mitarbeiter verdienen, desto geringer ist das Risiko der Altersarmut, die später mit Steuergeld aufgefangen werden muss.

August liegt das Einstiegsgehalt bei Schnellrestaurants bei neun Euro. Der neue Tarifvertrag habe eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019, hieß es von der Gewerkschaft. Zum Bundesverband der Systemgastronomie gehören unter anderem McDonald's, Burger King, Starbucks, Nordsee, Autogrill, Tank und Rast, Kentucky Fried Chicken und Pizza Hut. "Damit haben wir ein wichtiges Ziel erreicht: Die anstrengende und verantwortungsvolle Arbeit in der Systemgastronomie ist mehr wert als Mindestlohn", erklärte der Verhandlungsführer und stellvertretende Vorsitzende der NGG, Guido Zeitler. Die Vergütungen der Auszubildenden steigen demnach in den kommenden 29 Monaten in allen drei Ausbildungsjahren um 60 Euro.

Es war ein langer Kampf. Trotzdem ist es gut, dass es diese einfachen Jobs gibt, die den Löwenanteil der 100.000 Arbeitsplätze in der deutschen Systemgastronomie ausmachen, und das aus zwei Gründen: Erstens haben Ungelernte so überhaupt eine Chance auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Nach vier ergebnislosen Tarifverhandlungen hatten sich die Verhandlungspartner auf eine Schlichtung geeinigt, die nun zur Einigung führte. Der neue Tarifvertrag schaffe die Grundlage, auf der die rund 58.000 Beschäftigten bei McDonald's in Deutschland weiterhin fair und gerecht entlohnt würden.

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