Beratungen zu Gesundheitsreform in den USA verschoben

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Washington - Die von Präsident Donald Trump gewünschte Reform des Gesundheitssystems in den USA verzögert sich weiter: Weil der prominente US-Senator John McCain operiert werden musste, wurde die Abstimmung über die Reform von "Obamacare" verschoben. Das kündigte der Mehrheitsführer im Senat, der Republikaner Mitch McConnell, am Samstagabend (Ortszeit) auf Twitter an. Senator McCain befinde sich derzeit in seinem Heimatstaat, nachdem am Freitag ein Blutgerinsel aus seinem Auge entfernt worden sei. Diese soll das als "Obamacare" bezeichnete System seines Vorgängers Barack Obama ersetzen. Gegen die Reform gibt es intern bei den Republikanern erhebliche Widerstände. Für die Republikaner zählt jede Stimme: Die Partei des Präsidenten verfügt im Senat über eine knappe Mehrheit von 52 zu 48 Sitzen, zwei Parteimitglieder wollen zudem sicher gegen den Rückbau votieren. Damit steht die Entscheidung auf der Kippe.

Schon im Juni hatten Befürworter des Gesetzentwurfs einen Rückschlag hinnehmen müssen: Eine unparteiische Untersuchung hatte ergeben, dass weitere 22 Millionen Amerikaner ohne Krankenversicherung dastünden, würde der Entwurf umgesetzt. Die Reform gehört zu den wichtigsten Wahlversprechen von Trump. Bislang tun sich die Republikaner aber schwer, einen Ersatz zu finden. Das Repräsentantenhaus hatte im Mai die Pläne für das Gesetzesvorhaben verabschiedet.

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