Bundeswehrjets zwingen Passagiermaschine zur Landung in Stuttgart

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Wegen eines defekten Funkgeräts mussten 211 Passagiere der Korean Air die Nacht zum Sonntag im Stuttgarter Flughafengebäude verbringen.

Laut Polizei gab es zeitweise keinen Funkkontakt des Flugzeuges zur Flugsicherung. Daraufhin waren die Abfangjäger aufgestiegen, was im Großraum Stuttgart zu zwei Überschallknallgeräuschen führte. Die zuständige Polizei in Reutlingen wollte sich zunächst nicht dazu äußern, woher die Maschine kam und warum der Funkkontakt unterbrochen war. Auch mit einem anderen Flieger wären die Reisenden am Abend nicht mehr weitergekommen: Starts sind dort nur bis 23.00 Uhr erlaubt. Verspätet war die Maschine nach Angaben des Airports ohnehin schon. Die Flughafensprecherin sagte nach der Landung, das Flugzeug bleibe zur Überprüfung und eventuellen Instandsetzung vorerst in Stuttgart. Dadurch hätten Polizei und Rettungsdienste vermehrt Notrufe registriert. Nötig wurde das Eingreifen der Abfangjäger in diesem Fall nicht - die Besatzung meldete sich via Funk, noch bevor die Jets aufgeschlossen hatten.

Weil die deutschen Behörden mehr als fünf Minuten lang keinen Funkkontakt zu einem ägpytischen Flugzeug herstellen konnten, wurde am Freitagabend routinemäßig die Luftwaffe alarmiert. Sie hatten zuvor vermutlich eine falsche Frequenz eingestellt.

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