Messerangreifer tötet zwei Urlauberinnen an ägyptischem Strand

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Aus Sicherheitskreisen hiess es, zwei Ukrainer seien getötet worden. Nach Angaben des ägyptischen Staatlichen Informationsservices (SIS) handelt es sich bei den beiden Getöteten um Deutsche.

Örtliche Behörden melden, bei den Opfern handele es sich um Urlauberinnen aus Deutschland.

Die Verletzten kommen laut ägyptischer Nachrichtenseite "Al-Masry al-Youm" unter anderem aus Tschechien und Armenien.

Kairo. Der Angreifer sei an den Strand geschwommen und habe mit dem Messer die Urlauber angegriffen, hieß es in der Erklärung. Der Angreifer sei festgenommen worden. Er wird verhört. Das Motiv des Täter ist völlig unklar. Maskierte Angreifer hätten die Polizisten am Morgen in der Provinz Gizeh in Al-Badrashein rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Kairo beschossen, hieß es aus Sicherheitskreisen. Der Gouverneur der Region erklärte, zwei Ausländerinnen seien getötet worden.

Das Innenministerium in Kairo hatte zunächst nur den Angriff mit sechs Verletzten bestätigt, das Gouvernement Rotes Meer ergänzte später, dass es bei dem Angriff Tote gegeben habe.

Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu dem Angriff. Eines davon, das bei Tauchern beliebt ist, wird auch von deutschen Reiseveranstaltern angeboten. Die Badeorte am Roten Meer gelten unter westlichen Geheimdiensten als gut gesichert gegen Terroranschläge, ein Messerstecher aber ist durch Kontrollpunkte an den Zufahrtsstraßen und andere Sicherheitsmaßnahmen kaum aufzuhalten. Das berichteten am Freitagabend zahlreiche Medien unter Berufung auf "Sicherheitskreise".

Gerade waren vor allem deutsche Touristen wieder in größeren Zahlen an die Strände des Roten Meeres zurückgekehrt und zur wichtigsten Gästegruppe in Ägypten aufgestiegen. Die Angreifer sympathisierten mutmaßlich mit der Dschihadistenmiliz IS. Vier verschiedene Gruppen bekannten sich zu den Anschlägen.

Im Oktober 2015 kamen 224 Menschen ums Leben, als ihre im Badeort Scharm el Scheich gestartete Maschine über der Sinai-Halbinsel abstürzte. Der IS bekannte sich dazu, auf das Flugzeug einen Bombenanschlag verübt zu haben.

Die Agentur Interfax sprach mit Verweis auf das russische Konsulat von einer verletzten russischen Touristin.

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