Touristinnen bei Messerangriff getötet

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Das Motiv für die Messerstecherei war zunächst unbekannt.

Bei einem Messerangriff im ägyptischen Badeort Hurghada sind am Freitag zwei Touristinnen getötet und vier weitere verletzt worden.

Eine Bestätigung des Auswärtigen Amts, dass es sich bei den Opfern um Deutsche handele, steht allerdings noch aus.

Die Agentur Interfax berichtete, dass eine russische Frau verletzt worden sei und berief sich dabei auf das russische Konsulat. Vom Auswärtigen Amt in Berlin gab es noch keine Stellungnahme. "Gewissheit haben wir darüber noch nicht". Vier verschiedene Gruppen bekannten sich zu den Anschlägen. Er sei festgenommen worden, teilte das Innenministerium mit. Bei den Opfern handele es sich um "Touristinnen unterschiedlicher Nationalitäten", hieß es. Nach Angaben der ägyptischen Nachrichtenseite "Al-Masry al-Youm" soll der Täter, der von einem öffentlichen Strand zu der Hotelanlage geschwommen war, dem einheimischen Hotelpersonal zugerufen haben, sie sollten zur Seite gehen, er habe nicht sie im Visier, sondern ausländische Touristen.

Hurghada ist ein beliebtes Reiseziel. Die Tatumstände lassen eine Terrorattacke zumindest nicht unwahrscheinlich erscheinen. "Verschwindet, euch will nicht euch Ägypter, ihr seid nicht gemeint", rief der Angreifer nach Angaben von Augenzeugen. Die "feige und niederträchtige Tat" habe sich offenbar gezielt gegen Urlauber gerichtet.

Das Ministerium in Berlin verurteilte den Angriff. Aber auch Urlauber aus anderen europäischen Ländern trugen dazu bei, dass sich die Gästezahlen in den vergangenen Monaten positiv entwickelten.

Vor zwei Jahren stürzte eine russische Passagiermaschine kurz nach dem Start aus dem Ferienort Scharm el Scheich über der Sinai-Halbinsel ab. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte unter bis heute nicht geklärten Umständen am Flughafen Scharm el-Scheich eine Bombe in die Maschine geschmuggelt, die auf dem Weg nach Sankt Petersburg war. Bei Reisen nach Ägypten, einschließlich der Touristengebiete am Roten Meer, wird generell zu Vorsicht geraten. Das Verwaltungsgericht Braunschweig wies eine Klage mehrerer Airlines gegen entsprechende vom Luftfahrt-Bundesamt verfügte Auflagen ab, wie es am Freitag mitteilte. Aus Sicherheitskreisen hieß es, bei dem Angriff seien zwei Urlauberinnen getötet worden. Sie hatten das Feuer von einem Motorrad aus eröffnet.

Ein Mitarbeiter eines örtlichen Hotels veröffentlichte auf Facebook dagegen ein Posting, es habe sich nicht um eine Terrorattacke gehandelt.

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