Zwei deutsche Touristen bei Messerattacke in Ägypten getötet

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Bei einem Messerangriff im ägyptischen Ferienort Hurghada sind Sicherheitskreisen zufolge zwei Ukrainer getötet worden.

Das Auswärtige Amt in Berlin hatte nicht ausgeschlossen, dass bei der Messerattacke in Ägypten auch Deutsche getötet wurden. "Gewissheit haben wir darüber noch nicht", teilte ein Sprecher am Abend mit. In der benachbarten Ferienanlage Sunny Days El Palacio verletzte er zwei weitere Menschen. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes hatte erklärt, nach den vorliegenden Erkenntnissen habe der Angriff gezielt ausländischen Touristen gegolten. Ein Attentäter hat am Strand von Hurghada zwei Touristinnen erstochen - laut der Agentur Reuters angeblich Deutsche. Das berichtete der ägyptische Staatliche Informationsservice (SIS) am späten Freitagabend. Der Angreifer sei mit dem Messer an den Strand geschwommen und habe dann die Touristen attackiert, teilte das Ministerium mit. Zunächst bekannte sich niemand zu diesem Angriff. Der Angreifer wurde festgenommen, sein Motiv blieb zunächst unklar. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte in der Vergangenheit mehrere Attentate auf Sicherheitskräfte, Touristen und Christen für sich beansprucht. Zwei Polizisten und drei Rekruten seien getötet worden.

Hurghada am Roten Meer ist bei Ausländern sehr beliebt. Vier weitere Touristen seien verletzt worden, hieß es im ägyptischen Innenministerium und von Sicherheitskreisen am Freitag.

Im Oktober 2015 kamen bei einem Flugzeugabsturz 224 Menschen ums Leben.

Im April 2006 waren bei einem Dreifach-Anschlag im ägyptischen Urlaubsort Dahab 20 Menschen getötet worden, darunter ein Kind aus Deutschland. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich dazu, auf das Flugzeug einen Bombenanschlag verübt zu haben.

Bei einer Anschlagsserie im ägyptischen Badeort Sharm el-Sheikh sterben 68 Menschen, unter ihnen auch westliche Touristen. Vier verschiedene Gruppen bekennen sich zu den Anschlägen. Bei den Opfern handelt es sich überwiegend um russische Touristen.

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