AGB nicht gelesen: 20.000 WLAN-Nutzer verpflichten sich zum Kloputzen

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Dem Unternehmen ging es darum, mit Humor darauf aufmerksam zu machen, wie viele Menschen den AGB zustimmen, ohne sie zu lesen. 22 000 Briten waren es. Zudem stimmten die Nutzer zu, streunende Hunde und Katzen zu umarmen sowie Schnecken-Häuser zu bemalen, um "ihrer Existenz Glanz zu verleihen". Ein Experiment zeigt, dass man die AGB lieber lesen sollte. Das Unternehmen will die Nutzer aber nicht dazu zwingen, die Arbeiten zu erledigen. "Wir wollten zeigen, wie wenig Konsumenten darauf achten, zu was sie sich verpflichten, wenn sie freies WLAN nutzen", erklärt das Unternehmen. Man habe mit der Aktion einfach nur Aufmerksamkeit auf das Thema lenken wollen.

"Unser Experiment hat gezeigt, wie einfach es ist, eine Box anzuklicken und damit irgendetwas Unfairem zuzustimmen", sagte Purple-Chef Gavin Wheeldon, so sueddeutsche.de.

Das Internet ist voll von heißen IT-News und abgestandenem Pr0n. Auch der britische Spielehersteller "Gamestation" änderte 2010 seine AGB woraufhin 7500 Kunden die Besitzrechte an ihre Seele abgaben.

Viele Menschen akzeptieren die Allgemeinen Geschäftsbedingungen beim Online-Shopping oder öffentlichen Gratis-WLAN, obwohl sie sie gar nicht durchgelesen haben.

Der Grund, weshalb kaum jemand diese Verträge studiert, bevor er ihnen zustimmt, ist, dass sie für Nicht-Juristen meist unverständlich und noch dazu seitenlang sind. Dagegen sind Sätze von Thomas Mann kurz. Berühmt ist auch der Umstand, dass sich in den Nutzungsbedingungen von Apples iTunes der Passus befindet, dass man das Programm nicht dazu nutzen dürfe, um Nuklearwaffen, Bio- oder Chemie-Kampfstoffe zu entwickeln. Das entspricht etwa 14 DIN A4-Seiten.

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