Ein Jahr nach Putschversuch: Juncker will Türkei Weg nach Europa offen halten

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Doch EU-Kommissionschef Juncker will dem Land weiter eine Beitrittsperspektive bieten.

Der Türkei bleibt nach den Worten von EU-Kommissionspräsident Juncker Europas Hand ausgestreckt.

Er wünsche sich, dass Ankara näher an Europa heranrücke, statt sich zu entfernen, schreibt Juncker in einem Beitrag für die "Bild am Sonntag". Die Türkei müsse dafür aber die Werte der EU beherzigen wie Menschenrechte oder Pressefreiheit. Europa stehe gerade auch in schwierigen Zeiten an der Seite der Türkei, betonte der Kommissionschef.

"Als Europäische Union liegt uns viel daran, dass unser Nachbar demokratisch, stabil und wirtschaftlich erfolgreich ist".

Der Beitritt zur EU sei aber unmöglich, wenn beispielsweise Journalisten wie der "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel monatelang ohne Anklage in Einzelhaft säßen". Auch Ankaras Entscheidung, die Todesstrafe wieder einzuführen, würde die Tür in die EU endgültig schließen, so Juncker. Bei seiner Rede zum Jahrestag des Putschversuchs erneuerte Erdogan sein Plädoyer für die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei.

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