Nach Feier-Eskapaden vor G20-Gipfel | Spaß-Abzeichen jetzt Fall für Polizeipräsidenten

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Noch bevor der G20-Gipfel in Hamburg begonnen hatte, war der Einsatz für 220 Berliner Polizisten schon beendet. Sie sollen in der Unterkunft in Bad Segeberg exzessiv gefeiert haben. In Anlehnung an das originale Hoheitszeichen der Polizei sind darauf trinkende und kopulierende Berliner Bären zu sehen. Die Hamburger Polizeiführung schickte die Hundertschaft daraufhin umgehend nach Hause.

Die neuen Wappen wurden offenbar bereits von Polizeibeamten in der Öffentlichkeit an der Uniform getragen - zum Ärger von Polizeipräsident Klaus Kandt! Das NDR-Satire-Magazin "extra3" hatte es entworfen und via Twitter veröffentlicht. Zur Erinnerung: Ursprünglich sollten die Berliner Kräfte ihre Kollegen von der Polizei Hamburg beim G20-Gipfel unterstützen. Im Hintergrund haben zwei andere Bären Sex.

► Im Auftrag seines Chefs schrieb jetzt ein leitender Polizeidirektor den hochrangigen Kollegen in der Sicherheitsbehörde eine Warn-Mail (liegt BILD vor).

Das fordert auch Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei. Der Polizeipräsident bitte darum, dass dies künftig unterbliebe. "Wir wollen nicht an einer Verfestigung des Party-Bullen-Images aktiv mitwirken", heißt es in der E-Mail. Je nach Einzelfall schließe der Behördenleiter disziplinarische Vorermittlungen nicht aus. Eine Anspielung auf die angeblichen "Party-Exzesse". "Es wurde getrunken, getanzt, gepinkelt und ja scheinbar auch 'gebumst', wie es unser Pressesprecher so schön formuliert hat". "In unserer Einsatzkleidung stecken Menschen". Diese jungen Kolleginnen und Kollegen arbeiten sehr professionell.

Konsequenzen mussten die Beamten bislang nicht befürchten, da es außer Partyschnappschüssen keine Beweise für Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten gibt.

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