Südkorea will sich mit Nordkorea an Verhandlungstisch setzen

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Südkorea hat am Montag eine Wiederaufnahme der seit Ende 2015 ruhenden Gespräche mit dem Norden vorgeschlagen.

Südkoreas Vize-Verteidigungsminister Suh Choo Suk spricht in Seoul während einer Pressekonferenz.

Dabei soll diskutiert werden, alle "feindseligen Handlungen" entlang der militärischen Demarkationslinie zwischen beiden Ländern einzustellen. Beide Länder sind durch eine vier Kilometer breite und 248 Kilometer lange Pufferzone voneinander getrennt. Die Verhandlungen könnten am kommenden Freitag auf nordkoreanischer Seite des Grenzortes Panmunjom stattfinden, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit. Das Ministerium warte noch auf Antwort, sagte ein Sprecher.

Sollte Nordkorea den Vorschlag des Roten Kreuzes akzeptieren, würden die seit anderthalb Jahren unterbrochenen offiziellen innerkoreanischen Gespräche wieder aufgenommen. Doch wird vermutet, dass Südkorea unter anderem die Einstellung der Lautsprecher-Propaganda beider Seiten an der Grenze vorschlagen könnte. Die Spannungen auf der Halbinsel haben nach einer Serie von nordkoreanischen Raketentests zuletzt wieder zugenommen. Der erst seit Mai im Amt stehende südkoreanische Präsident Moon Jae In hat mehrfach Interesse daran bekundet, die Beziehungen zu Nordkorea verbessern zu wollen.

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