Testlauf in Baden-Württemberg: Polizist erfindet neue Fahrbahnmarkierung gegen Geisterfahrer

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Demnach sollen Falschfahrer buchstäblich wachgerüttelt und zusätzlich mit akustischen Signalen alarmiert werden. Die Test-Markierung befindet sich an der Bundesstraße 29 an der Anschlussstelle Lorch/Ost in der Nähe von Stuttgart.

Nach Angaben des Landesverkehrsministeriums vom Samstag ist ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt gestartet. "Wir wollen sehen, ob sie sich bewährt und gegebenenfalls an weiteren Anschlussstellen zum Einsatz kommen kann". Sie und der 20 Jahre alte Fahrer des anderen Wagens starben. 2015 waren es 392.

Hintergrund seiner Idee sind Jahre des Pendelns zwischen seinem Heimatort Jena und der Hochschule der Sächsischen Polizei in Rothenburg in der Oberlausitz. Dabei habe er immer wieder Warnungen vor Geisterfahrern im Radio gehört und suchte nach wirksamen Mitteln gegen Falschfahrer. Berkovych, 28, hatte seine Ideen in seiner Bachelor-Arbeit dargelegt, jetzt wird sie in die Praxis umgesetzt. Autofahrer bekommen das Rütteln dann zu spüren, wenn sie die entsprechenden Markierungen auf der Straße in die falsche Richtung überfahren.

Für das Projekt wurde die Asphaltdecke über die gesamte Fahrspurbreite 2 Zentimeter tief und 70 Zentimeter breit ausgefräst. Das wird so geformt, dass Falschfahrer auf eine Kante treffen - mit den beschriebenen Folgen. Wer richtig fährt bemerkt die leicht ansteigende Schichtauflage nur als leichte Bodenwelle.

Nach seinen Angaben kostet die Maßnahme insgesamt 5000 Euro, darunter 3500 Euro Material- und 1500 Euro Baustellen- und Personalkosten. Den jährlichen Schaden durch Geisterfahrt-Unfällt bezifferte er mit 25 Millionen Euro.

Lorch - Nach schweren Unfällen mit Geisterfahrern soll in Baden-Württemberg eine neue Fahrbahnmarkierung Unfälle durch Falschfahrer verhindern.

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