Trumps Umfragewerte fallen unter 40 Prozent

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Nach einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage der "Washington Post" und des Senders ABC sind nur noch 39 Prozent der registrierten Wähler mit Trumps Amtsführung zufrieden. Die knappe Mehrheit (55 Prozent) ist der Meinung, dass der Präsident bislang keinen Fortschritt in seinen festgelegten Zielen erzielt hat.

48 Prozent der Befragten stimmten der Einschätzung zu, dass sich die globale Führungsrolle der USA seit Trumps Amtsantritt abgeschwächt habe.

Viele von Trumps Kritiker empfinden ihre Ablehnung offenbar besonders intensiv: 48 Prozent gaben an, dass sie nicht nur unzufrieden sind, sondern Trumps Amtsführung "stark missbilligen". 48 Prozent sagen sogar, dass sie Trump als Präsidenten "stark" ablehnen - ein Niveau, dass seine Vorgänger Bill Clinton und Barack Obama nie, George W. Bush hingegen nur gegen Ende seiner Amtszeit erreichten.

43 Prozent der Umfrageteilnehmer lobten indes Trumps Entscheidungen im Wirtschaftsbereich, während 41 Prozent dagegen auftraten. Damals waren noch 38 Prozent für Trump, 56 Prozent gegen ihn. Außerdem seien knapp 40 Prozent zu diesem Zeitpunkt nicht schlecht.

Doch das ist gleich dreifach FALSCH! Gerade im ersten Halbjahr weisen alle US-Präsidenten hohe Beliebtheitswerte auf.

► Mit dem "Aufrunden" seines Beliebtheitswerts auf "fast 40 Prozent" statt 36 Prozent beschönigt er seine Zahl erheblich.

In der Tat hatten die meisten Umfragen vor der Wahl einen Sieg der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton vorhergesagt - auch bei den Stimmungstests der Experten von ABC und "Washington Post". Zwar hatte das Umfrageinstitut den Wahlsieg Trumps nicht explizit vorausgesagt - das Wahlergebnis fiel aber innerhalb der vorausgesagten Marge. Im April hatten in der Umfrage noch 42 Prozent angegeben, dass ihnen die Art, wie Donald Trump als Präsident arbeitet, zusagt.

"Hillary Clinton kann illegal die Fragen für die Debatte bekommen und 33'000 E-Mails löschen, aber mein Sohn Don wird von den Fake News Media (Lügenmedien) verachtet?", schrieb der Republikaner, als die meisten Amerikaner noch schliefen.

Wahrscheinlich glaubt Donald Trump nur Zahlen, die ihm genehm sind. Dabei sollte er genau hinschauen, denn die letzte Umfrage könnte auch Zündstoff für ihn bergen: 60 Prozent der Amerikaner (gegen 31 Prozent) glauben, dass enge Mitarbeiter der Trump-Kampagne willentlich Russland geholfen haben, die US-Wahl zu beeinflussen ...

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