Forscher stellen Empfehlungen für Antibiotika-Einnahme in Frage

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In der Wissenschaft gibt es neue Zweifel an der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation, Antibiotika-Packungen immer bis zum Schluss aufzubrauchen. Es gebe keine Evidenz dafür, dass eine kürzere Behandlung mit Antibiotika die Bildung resistenter Bakterien fördere oder dass diese weniger effektiv sei, stellen sie fest.

Das Argument: Bei einem vorzeitigen Ende der Behandlungen könnten nicht alle Bakterien abgetötet und so resistente Keime gefördert werden. Infektionsexperte Martin Llewelyn von der Brighton and Sussex Medical School in Großbritannien und Kollegen halten dagegen: Bei einer Antibiotikabehandlung könnten harmlose Bakterien Resistenzen entwickeln und Infektionen auslösen. In bestimmten Fällen, etwa bei einer Tuberkulose, sei dies aber anders.

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