Bild: Deutlich weniger freiwillige Ausreisen

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Einen Rückgang von 45 Prozent gab es bei Asylbewerbern, die sich zu einer freiwilligen Ausreise in die Heimat entschließen und dafür eine Starthilfe von etwa 1.000 Euro erhalten.

Im ersten Halbjahr sind weniger Asylbewerber freiwillig mithilfe einer Förderung in ihre Heimat zurückgekehrt als im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr 2016 waren es mehr als 30.500 Menschen. Zuerst hatte Bild darüber berichtet. Innenstaatssekretär Ole Schröder (CDU) hatte den Rückgang freiwilliger Ausreisen damit begründet, dass die Zahl der Asylbewerber 2016 besonders hoch gewesen sei - und damit auch die Zahl der Ablehnungen und freiwilligen Rückkehrer.

Wer mit seinem Asylantrag keinen Erfolg hatte und einer Abschiebung entgehen will, kann mit einer solchen Rückkehrprämie von um die 1.000 Euro versehen freiwillig ausreisen. Diese gilt auch für alle, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist, aber wenig Aussicht auf Erfolg hat. Wer dagegen auf eigene Faust das Land verlässt, landet oft in keiner Statistik.

Demnach sind bis Ende Juni 2017 nach vorläufigen Zahlen erst 16.645 Personen im Rahmen dieses Programms aus Deutschland ausgereist, obwohl Rückkehrende bestimmter Herkunftsländer (GARP-Staatenliste) seit Februar 2017 aufbauend auf REAG/GARP eine weitere zusätzliche finanzielle Unterstützung beantragen können (StarthilfePlus). Bis Ende Juni gab es 12 545 Abschiebungen; im Vorjahreszeitraum waren es 13 743. Dies entspricht einem Rückgang von neun Prozent.

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