Flugschreiber von abgestürztem Hubschrauber in Mali entdeckt

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Zuvor nahm sie die Särge der beiden ums Leben gekommenen Soldaten am Abend auf dem Militärflughafen Köln in Empfang.

Am Mittwoch kamen zwei Soldaten bei einem Hubschrauber-Absturz in Mali ums Leben. Sie nahm am Sonntag im Camp Castor an einem Feldgottesdienst teil. Die CDU-Ministerin wollte sich auch zum Stand der Untersuchungen zu dem Absturz informieren. Ihr sei es zudem wichtig, dass die Absturzursache "mit der gebotenen Sorgfalt" aufgeklärt werde. Ein Team von Experten der Bundeswehr ist seit Donnerstag vor Ort, um die Ursache des tödlichen Unglücks zu erforschen. Mittlerweile wurden beide Flugschreiber entdeckt. Das Gerät sei aber beschädigt, man wisse nicht, ob man es auslesen könne, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Samstag. Nach dem anderen Flugschreiber werde weiter gesucht. Es sind die ersten Todesfälle der Bundeswehr im Einsatz seit zwei Jahren. Ziel ist die Stabilisierung des krisengeschüttelten Landes. Mali ist mittlerweile nach Afghanistan der zweitgrößte Einsatz der Bundeswehr.

In Gao sind zurzeit rund 800 deutsche Soldaten im Rahmen der UNO-Mission Minusma stationiert. Der deutsche Beitrag sei ein "wichtiger Pfeiler, unverzichtbar". Die Reise der Ministerin nach Mali und Niger war schon mehrere Wochen lang geplant. Unter anderem will von der Leyen den nigrischen Staatspräsidenten und ihren nigrischen Amtskollegen treffen. Tschad, Mauretanien, Mali, Niger und Burkina Faso hatten sich im Februar als G5 zusammengeschlossen, um mit einer 5000 Mann starken Einheit islamistische Extremisten in der Sahel-Region zu bekämpfen.

Parly werde Frankreichs Unterstützung für die G5-Truppe bekräftigen, erklärte ihr Ministerium weiter.

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