Mitarbeiter von kenianischer Wahlkommission zu Tode gefoltert

Einstellen Kommentar Drucken

Die Wahlkommission organisiert die für den 8. August geplanten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen.

Msando war bei der Wahlkommission für das System der elektronischen Wähleridentifizierung und die Stimmauszählung zuständig. Bereits am Samstag war Musandos Leiche mit Verletzungen an Kopf und Oberkörper in einem Waldstück gefunden worden. Am Montag wurde er zweifelsfrei identifiziert.

Der Leiter der Wahlkommission, Wafula Chebukati, sagte der kenianischen Tageszeitung "Daily Nation", die Todesursache müsse die Rechtsmedizin noch feststellen. Wegen des Zustands von Musandos Leichnam gehe er aber davon aus, dass das Mitglied der Wahlkommission gefoltert wurde und dass es sich um Mord handle. Der Wahlkampf ist von heftigen Anfeindungen zwischen den Lagern von Regierung und Opposition geprägt. Am Wochenende griffen Bewaffnete ein Anwesen von Vizepräsident William Ruto an. Umfragen zeigen Präsident Uhuru Kenyatta und seinen Herausforderer Raila Odinga fast gleichauf. Er beschuldigte Kenyatta bereits, das Wahlergebnis fälschen zu wollen. Nach den Wahlen 2007 kam es zu einer Welle der Gewalt mit mehr als 1.000 Toten, mehr als 150.000 Menschen flüchteten.

Comments