Trump kritisiert China im Nordkorea-Konflikt

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Die internationalen Vereinbarungen verbieten es Nordkorea, Raketen zu entwickeln oder zu testen. 'Wir werden das nicht länger zulassen'. "Bisher tun sie nichts für uns mit Nordkorea, lediglich reden". Washington reagiert heftig auf den jüngsten Test einer Interkontinentalrakete Nordkoreas vom Freitag, die angeblich auf eine Reichweite von 11000 Kilometern oder mehr ausgerichtet sein soll und damit faktisch die gesamten USA erreichen könnte.

Als Warnung an Nordkorea hielten die USA und Südkorea ein gemeinsames Militärmanöver ab. "China könnte dieses Problem leicht lösen".

Nordkorea hat nach japanischen Angaben erneut eine Rakete abgefeuert.

Die Regierung in Peking verurteilte den erneuten Raketentest ebenfalls. Erst Anfang Juli hatte das Land eine Interkontinentalrakete abgefeuert, die vor Japan ins Meer stürzte. Signale deuten nun aber darauf hin, dass auch militärische Mittel für einen Präzisionsschlag gegen nordkoreanische Abschussrampen und vielleicht sogar den Kommandostand von Führer Kim getestet wurden. Der Test der Hwasong-14 genannten Rakete, den Machthaber Kim Jong Un persönlich angeleitet habe, sei erfolgreich gewesen, berichteten Nordkoreas Staatsmedien am 4. Juli.

Die EU warf Pjöngjang "eine ernsthafte Bedrohung des internationalen Friedens" vor. Die internationale Gemeinschaft müsse darauf eine "gemeinsame, deutliche Antwort" geben. Zugleich rief das chinesische Außenministerium alle Parteien zur Zurückhaltung auf, um eine weitere Zuspitzung des Konflikts zu vermeiden. Dabei seien Raketen ins Meer vor der südkoreanischen Ostküste gefeuert worden, teilte die US-Armee in Südkorea mit. Die Bomber starteten nach Angaben der US-Luftwaffe vom Stützpunkt Guam im Pazifik und wurden später auch von japanischen und südkoreanischen Kampfjets begleitet. Die Vereinigten Staaten und Südkorea haben als Reaktion ein gemeinsames Manöver gestartet. Zudem ließen die USA zwei Überschall-Langstreckenbomber vom Typ B-1B die zwischen Nord- und Südkorea geteilte Halbinsel überfliegen, wie das US-Pazifikkommando mitteilte. Peking und Moskau trügen eine "eindeutige und besondere Verantwortung für die wachsende Bedrohung der regionalen und globalen Stabilität", indem sie Nordkoreas Raketenprogramm wirtschaftlich ermöglichten, erklärte Tillerson. Falls die USA dazu gezwungen würden, seien sie bereit, "mit überwältigender Kraft" zuzuschlagen. Der UN-Sicherheitsrat verhängte mehrfach Sanktionen gegen das international weitgehend isolierte Land. Experten zufolge ist Nordkorea noch Jahre davon entfernt, eine Interkontinentalrakete mit einem atomaren Sprengkopf bestücken zu können.

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