Forscher reparieren Gendefekt an menschlichen Embryonen

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Forscher aus den USA haben es mit einer biochemischen Methode geschafft, bei menschlichen Embryonen einen Gendefekt zu beheben. Ist das ein wichtiger Schritt zur Prävention von Krankheiten oder ein gefährlicher Weg zum Designer-Baby?

Sie korrigierten mit Hilfe der Gen-Schere Crispr-Cas9 eine Mutation, die zu Herzmuskelverdickung führt. Die Embryonen mit dem reparierten Erbgut seien aber keiner Frau eingepflanzt, sondern wenige Tage nach dem erfolgreichen Test vernichtet worden.

Mit diesem Verfahren könnten künftig tausende Erbkrankheit verhindert werden, schreiben die US-Forscher.

Bei Mitgliedern des Deutschen Ethikrats stieß die Arbeit auf ein geteiltes Echo. Ob das wünschenswert sei, hänge vom Einzelfall ab. Vor neun Jahren ist es britischen Forschern gelungen, einen Embryo mit dem Erbgut von drei Eltern zu schaffen. Sie hatten Spermien eines Mannes mit der Mutation in eine Eizelle gegeben, dazu kam eine Substanz, die die DNA aufschneiden und die Mutation entfernen sollte.

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