"Geladen und entsichert": Trump droht Kim mit Militärschlag

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"Das waren seine eigenen Worte". "Wir sind besorgt wegen dieser Drohungen, wollen aber gleichzeitig sicherstellen, dass die Menschen nicht in Panik verfallen und ihr normales Leben weiter führen".

"Die militärischen Lösungen sind nun vollständig vorbereitet, geladen und entsichert, sollte Nordkorea sich unklug verhalten", schrieb Trump auf Twitter. Zugleich versicherte er, grundsätzlich zu Verhandlungen bereit zu sein.

Nordkoreas Militär hatte am Mittwoch den Vereinigten Staaten mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht. Beijing ist offensichtlich am Status quo gelegen, was angesichts der rund 30.000 US-Truppen in Südkorea und weiteren rund 50.000 US-Soldaten auf Okinawa und anderen japanischen Standorten durchaus verständlich ist. Nordkorea sollte "sehr, sehr nervös" werden, wenn es auch nur daran denke, die USA anzugreifen.

Trump will von seiner umstrittenen "Feuer und Wut"-Drohung an die Adresse Nordkoreas nicht abrücken".

Zunächst schien es so, als glaube Trump, nach dem einstimmigen Votum in den Vereinten Nationen werde Nordkorea begreifen. dass sein Außenhandel um mindestens ein Drittel schrumpfen werde, so dass nichts anderes übrigbleibe, als die Nukuleartests einzustellen. "Wir werden sehen, was passiert". US-Verteidigungsminister James Mattis war indes um Entspannung bemüht. "Sie zeitigen diplomatische Ergebnisse". "Die Tragödie des Kriegs ist bekannt, und wir brauchen keine weitere Beschreibung über die Tatsache hinaus, dass dies katastrophal wäre", sagte Mattis.

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China kämpfte im Koreakrieg (1950-1953) an der Seite Nordkoreas. "Lasst sie für Deutschland sprechen", sagte er. Möglicherweise hat sie sich auf Deutschland bezogen. Als Konsequenz sieht von der Leyen einen Einflussverlust der USA in der Weltpolitik: "Das sprunghafte und teils widersprüchliche Agieren des amerikanischen Präsidenten führt bereits dazu, dass viele Akteure das Thema Sicherheit verstärkt unabhängig von ihm angehen". "Eskalation der Sprache halte ich für die falsche Antwort".

Kritik an seinen Drohungen in Richtung Pjöngjang wies der Präsident zurück. Die EU setze damit die Vorgaben der jüngsten UNO-Sicherheitsratsresolution um. Das sogenannte Politische und Sicherheitspolitische Komitee (PSK) hätte regulär eigentlich erst am 31. August wieder zusammenkommen sollen.

Der Konflikt spitzt sich seit Monaten zu. Nordkorea hatte trotz Verboten des UN-Sicherheitsrats am 28. Juli eine Interkontinentalrakete getestet. "Die alten Raketen, die Kim aus Russland bekommen hat, haben eine Reichweite zwischen 300 und 1200 Kilometern und sind weitgehend einsetzbar". Ein Gericht befand ihn 2015 für schuldig, versucht zu haben, die Staatsordnung mit Hilfe der Religion zu stürzen und die USA und Südkorea bei der Entführung von Nordkoreanern zu unterstützen. Die japanische Regierung wolle die bilaterale Sicherheitszusammenarbeit mit den USA weiter vertiefen. Die nordkoreanischen Streitkräfte zögen eine solche Attacke "ernsthaft in Erwägung", meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.

Regierungen in aller Welt, darunter die Bundesregierung in Berlin, die Führung in Peking und Australiens Regierung, mahnten alle Beteiligten zur Zurückhaltung.

Die Nordkorea-Krise belastete auch am Freitag weltweit die Börsen. Der US-Leitindex fiel im Wochenvergleich um 1,06 Prozent.

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