Lugar und Schenk verlassen Team Stronach

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Weil mit ihm auch die Abgeordnete Martina Schenk geht, verfügt das Team Stronach nur noch über vier Abgeordnete. Auch die Parteienförderung des Bundes sowie die Förderung für die Parteiakademie des Team Stronach hängt an der Klubstärke. Dafür sind fünf Mandatare nötig.

Lugar hatte am frühen Nachmittag einen Termin bei Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ). Im Anschluss teilte die Parlamentsdirektion mit, dass Lugar dabei sowohl seinen als auch den Austritt Schenks aus dem Team Stronach gemeldet hat. Das Team Stronach ist politisch tot und der 47-Jährige war ursprünglich bei der FPÖ Niederösterreich, ehe er zum BZÖ und dann zu Stronach wechselte. Um diesen Abwicklungsprozess nicht in die Länge zu ziehen, habe er sich zu diesem Schritt entschlossen.

Weiters hat die Klubauflösung die Konsequenz, dass die Zusammensetzung der Ausschüsse neu zu berechnen ist und die Ausschüsse neu gewählt werden müssen. Die Team Stronach Akademie solle weiter bestehen, da noch finanzielle Ressourcen vorhanden seien. Unter anderem dort fischte Frank Stronach dann im Herbst 2012 so lange nach Abgeordneten, bis er ohne Wahl einen Klub im Parlament beisammenhatte, dessen Klubchef dann Lugar (mit zwischenzeitlicher Unterbrechung) wurde. Doch weder Lugar noch ein führender FPÖ-Politiker wollten dazu etwas sagen. Während Lugar noch offenlässt, auf welcher Liste er zur Nationalratswahl antreten will, schließt sich Schenk der "Freien Liste Österreich" an. Schenk begründete ihren Austritt aus dem Klub mit interner Kritik an ihrer Kandidatur für Schnells FLÖ - obwohl es einen Beschluss gebe, "wonach es wegen des Nichantretens jedem Mandatar freisteht, für eine andere Gruppierung anzutreten". Lugar selbst zeigte sich zu seiner Zukunft verschlossen und meinte: "Ist noch nicht entschieden".

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