Ölkonzern Rosneft: Neues Amt für Gerhard Schröder?

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Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) könnte in den Vorstand des größten russischen Ölkonzerns Rosneft gewählt werden. Auf der Webseite der russischen Regierung erschien am Freitag eine von Ministerpräsident Dmitrij Medwedjew unterzeichnete Liste mit sieben Namen, denen eine Funktion als "unabhängige Direktoren" angetragen werden soll - darunter auch der frühere SPD-Politiker. Nach Angaben der russischen Wirtschaftszeitung RBK soll die Wahl am 29. September stattfinden. Das Gremium wird bei dieser Gelegenheit von neun auf elf Mitglieder erweitert.

Der Rosneft-Konzern hat sich in den vergangenen 15 Jahren zu einem der größten Ölkonzerne weltweit entwickelt. Als Vertreter des Staates außerdem nominiert sind Rosneft-Chef Igor Setschin, der Kreml-Berater Andrej Belussow und der russische Energieminister Alexander Nowak. Er wird zur Hälfte vom russischen Staat kontrolliert.

Der 73-jährige Altkanzler ist bereits Vorsitzender des Aktionärsausschusses von Nord Stream, dem Betreiber einer Gas-Pipeline, die durch die Ostsee von Russland nach Deutschland führt.

Hinter dieser Gesellschaft steht ein von dem russischen Energieunternehmen Gazprom geführtes Firmen-Konsortium. Rosneft-Chef Setschin ist zudem die Einreise in die USA verboten. Schröder sprach sich in der Vergangenheit gegen derartige Sanktionen aus. Seit dieser Zeit ist er auch mit Wladimir Putin befreundet.

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