Umweltbundesamt will Dieselprivileg bei Mineralölsteuer auf Prüfstand stellen

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Angesichts des Dieselskandals hat die Präsidentin des Umweltbundesamts, Maria Krautzberger, die Abschaffung des Dieselprivilegs bei der Mineralölsteuer ins Gespräch gebracht. Das Umweltbundesamt vergleicht die Steuereinnahmen mit denen für Benzin und stellt den Zahlen die Förderung von Elektrofahrzeugen gegenüber. Den Staat koste diese Subventionierung mittlerweile 7,8 Milliarden Euro pro Jahr.

Allerdings hatte sie da noch nicht die höheren Kfz-Steuern für Diesel-Autos eingerechnet - diese einbezogen seien es noch rund eineinhalb Milliarden Euro vom Staat für die Selbstzünder pro Jahr.

Das Umweltbundesamt hatte wiederholt einen Abbau aller umweltschädlichen Subventionen verlangt, darunter die niedrigere Diesel-Besteuerung.

Der Dieseltreibstoff steht weiter in der Kritik. "Begriffe wie Umweltprämie oder Umweltbonus, wie sie derzeit von den Autoherstellern verwendet werden, sind irreführend", sagte die Behördenchefin. Ihr Ziel sei es, Fahrverbote in Städten zu verhindern.

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