US-Bundesstaat Virginia Ausschreitungen bei Ku Klux Klan-Kundgebung

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Schon Stunden, bevor die Veranstaltung am Samstag überhaupt begann, lieferten sich Teilnehmer beider Seiten heftige Faustkämpfe. Mehrere Menschen wurden verletzt, wie der Sender CNN meldete.

Zu der Demonstration aufgerufen hatte neben dem Ku-Klux-Klan auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und US-Präsident Donald Trump unterstützt.

Der Gouverneur von Virginia, Terry McAuliffe, und städtische Behörden riefen für Charlottesville den Ausnahmezustand aus. Eine solche Maßnahme erleichtert es, zusätzliche Sicherheitskräfte heranzuziehen, wenn dies für nötig gehalten wird. Erwartet wurden bis zu 6000 Teilnehmer aus Kreisen der Ultrarechten.

Anlass für die Kundgebung unter dem Motto "Vereinigt die Rechte" war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten-Generals Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) zu entfernen. Lee führte Mitte des 19. Jahrhunderts die Truppen der Südstaaten an, in denen die Sklavenhaltung erlaubt war. Der Park trägt bereits nicht mehr den Namen von Lee. Es handele sich um eine illegale Versammlung. Die "Washington Post" berichtete, Männer in Kampfmontur hätten sich in der Innenstadt Straßenschlachten geliefert, Flaschen seien geflogen, Chemikalien versprüht worden.

Nun zeige sich "Feuer und Zorn" in Charlottesville, wo fackeltragende Rechtsradikale "Blut und Boden" und andere Nazi-Parolen skandierten. Die Rechten kämpfen aus ihrer Sicht gegen eine Entsorgung "weißer Geschichte". Zuvor hatten sich Hunderte Rechtsextreme mit Fackeln auf dem Universitätscampus von Charlottesville versammelt.

Menschenrechtsgruppen stellen unter der Präsidentschaft Trumps ein Erstarken solcher ultrarechter Gruppierungen fest, die sich über ihr Weißsein definieren und die zum Teil offen für eine räumliche Trennung verschiedener Ethnien eintreten.

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