Usain Bolt führt Jamaika ins Staffel-Finale

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Die deutsche Frauenstaffel um die Gießenerin Lisa Mayer ist bei der Leichtathletik-WM in London souverän ins Finale über 4x100 Meter eingezogen. Hingegen dürfen die DLV-Sprinterinnen um Gina Lückenkemper um die Medaillen mitrennen. Die Amerikanerinnen siegten im ersten Rennen in 41,84 Sekunden.

Anders war es um die Gemütsverfassung der deutschen Sprinter bestellt: "Es hat irgendwie nicht gepasst, keine Ahnung, was da los war", rätselte Schmidt nach dem misslungenen Wechsel auf Erewa. In ihrem Vorlauf kamen Ruth Sophia Spelmeyer (Osnabrück), Nadine Gonska (Mannheim), Svea Kohrbrück (Berlin) und Laura Müller (Rehlingen) in 3:26,24 Minuten auf Platz drei und qualifizierten sich damit direkt für die Entscheidung am Sonntag (21.55 MESZ/ARD und Eurosport). Jamaika rannte in 3:23,64 Minuten die schnellste Zeit. Eine deutsche Männer-Staffel über die vier Stadionrunden hat sich nicht für die WM qualifizieren können.

Usain Bolt, der über 100 m nur Bronze geholt hatte, darf im Finale heute Abend (22.50 Uhr, im Livecenter bei sportschau.de) um einen goldenen Abschluss seiner Karriere kämpfen. 56 600 Zuschauer im Olympiastadion feierten den 30-Jährigen schon am Vormittag euphorisch. Es werde ihm schwerfallen, Abschied zu nehmen, aber: "Ich bin happy". Mit 6272 Punkten ist der 29-jährige Weltmeisterschafts-Dritte von 2015 nach dem Diskuswerfen am Freitag sogar bis auf 24 Punkten an den führenden Franzosen Kevin Mayer herangerückt und hat eine Titelchance. Der Olympia-Vierte Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) blieb mit 6080 Punkten auf Rang vier, liegt aber nur 15 Zähler hinter Oleksij Kasanow aus der Ukraine.

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