Gabriel mahnt zu Umsicht

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Bundesaußenministser Gabriel hat die Regierungen der USA und Südkoreas dazu aufgerufen, bei dem geplanten gemeinsamen Militärmanöver Umsicht walten zu lassen. Doch trotz des sich zuspitzenden Konflikts will das Verteidigungsministerium in Washington nicht vom alljährlichen Militärmanöver mit Südkorea abrücken. China und Russland hatten vorgeschlagen, dass die USA und Südkorea auf großangelegte Militärübungen vorerst verzichten. Nordkorea soll dafür weitere Raketentest auf Eis legen. Die Übung könne dazu führen, dass Nordkorea die Gelegenheit zu neuen Provokationen nutze, "zum Beispiel, um eine Mittelstreckenrakete auf Guam abzufeuern".

Gabriel sagte, parallel zur unauffälligen Gestaltung des Militärmanövers müssten China und Russland den Druck auf Nordkorea erhöhen. Am Ende stünden sich immer mehr Atommächte waffenstarrend gegenüber. Zuallererst sei für die Verschärfung des Konflikts der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un verantwortlich, sagte Gabriel dem Redaktionsnetzwerk Deutschland für die Montagsausgaben der Zeitungen. Aber es sei "die falsche Reaktion" des US-Präsidenten, "vom eigenen Golfclub heraus das Inferno zu beschwören", fügte Gabriel hinzu. Diese Verantwortungslosigkeit mache fassungslos. Mit Trump werde "die internationale Rechtsordnung in Frage gestellt".

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