Martin Schulz würde ein Wahlsieg nicht überraschen

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"Ich rechne damit, dass ich eine gute Chance habe, die nächste Bundesregierung anzuführen", sagt der SPD-Vorsitzende im Sommerinterview der ZDF-Sendung "Berlin direkt", die am Sonntagabend ausgestrahlt wird.

Lange wurde Martin Schulz, der langjährige erfolgreiche Europa-Politiker, als der große Hoffnungsträger der SPD gehandelt. Einer Großen Koalition gegenüber zeigte er sich offen - mit der Union als Juniorpartner.

Im Fernsehsender RTL sprach sich Schulz außerdem für eine höhere Bezahlung von Polizisten aus.

Schulz äußerte Kritik am Dieselgipfel, bei dem wenig herausgekommen sei. "Millionenschwere Manager" hätten "die Zukunft verpennt", nun drohe, dass Fahrer von Dieselautos die Zeche zahlen müssten. Beides liege zwar in der Zuständigkeit der Länder, er wolle dies im Falle eines Wahlsiegs dennoch thematisieren. Er glaube aber, dass jene Ministerpräsidenten, die diese Forderung ablehnten, "in ihren Bundesländern ziemlich viel Ärger" bekommen würden. Die von CSU-Ministerpräsident Horst Seehofer geforderte Obergrenze für Flüchtlinge und Migranten in Höhe von 200.000 Menschen pro Jahr nannte Schulz "Blödsinn" und ergänzte: "Das muss man pragmatisch lösen und nicht propagandistisch".

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