Spanische Behörden identifizieren Attentäter von Barcelona

Einstellen Kommentar Drucken

Aller Wahrscheinlichkeit nach handle es sich beim Fahrer des Tatfahrzeugs um den flüchtigen Younes Abouyaaquoub, sagte der katalanische Innenminister Joaquim Forn dem Sender Catalunya Radio am Montag.

Barcelona - Die spanischen Ermittler machen bei der Aufklärung des Doppelanschlags von Barcelona und Cambrils Fortschritte: Die Ermittler verbreiteten am Samstag ein Fahndungsfoto des 22-jährigen Marokkaners Younes Abouyaaqoub.

Vier Tage nach dem Attentat ist die Suche nach dem Fahrer des Anschlagsfahrzeugs auf Europa ausgedehnt worden. Es sei nicht davon auszugehen, dass sich die Person noch in Katalonien aufhalte, sagte ein Vertreter der katalanischen Regierung.

Barcelona. Die spanischen Behörden haben den Attentäter von Barcelona identifiziert. Die Polizei erschoss die fünf Attentäter. Die Identität von drei weiteren ist geklärt. Zwei von ihnen seien aber "mit größter Wahrscheinlichkeit tot".

Montag, 21. August, 08.32 Uhr: Die Polizei hat erneut eine Wohnung in Ripoll durchsucht.

Sie kann noch immer nicht glauben, dass ihr eigener Sohn wirklich in diese schreckliche Tat verwickelt ist: Die Mutter von Younes Abouyaaquoub, dem Hauptverdächtigen des Terroranschlags von Barcelona (hier mehr zum Stand der Ermittlungen), hat ihren Sohn öffentlich aufgefordert, sich der Polizei zu stellen. Dabei waren am Donnerstag mindestens 13 Menschen getötet und über 120 weitere verletzt worden. Die Polizei schließt nicht aus, dass sich der Gesuchte inzwischen nach Frankreich abgesetzt hat. Die Ermittler nehmen nun einen Iman ins Visier, der als Kopf einer Terrorzelle fungiert haben soll. Es Satty wohnte in der Kleinstadt Ripoll in Katalonien. Satty soll selbst wegen kleinerer Straftaten im Gefängnis gewesen sein und dort Häftlinge getroffen haben, die an dem verheerenden islamistischen Anschlag von Madrid 2004 beteiligt waren. Der Imam sei in den vergangenen zwei Jahren nach Belgien sowie nach Marokko und Frankreich gereist, berichtete die spanische Zeitung "El País" am Montag unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Insbesondere werde ein Aufenthalt Es Sattys 2016 in der belgischen Stadt Mechelen untersucht.

Die katalanische Polizei untersucht derzeit nach Berichten verschiedener Medien, ob ein Imam der Kopf der Terrorzelle ist. Bei der Gasexplosion in der Provinz Tarragona etwa 200 Kilometer südlich von Barcelona seien ein Mensch getötet und sieben weitere verletzt worden. Auf dem Gelände des von der Zelle genutzten Hauses seien auch Spuren des hochexplosiven Sprengstoffs TATP gefunden worden. Dabei überfuhren die Verdächtigen auf der Flucht eine Frau. Von den insgesamt rund 130 Verletzten, darunter 13 Deutsche, seien zehn in einem kritischen Zustand.

Comments