Verletzte bei Steinschlag im Berner Oberland

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Am Gelmersee wurden sechs Personen bei einem Steinschlag verletzt.

Am Sonntagnachmittag kam es beim Grimselpass zu einem Steinschlag. Bei der Rega habe man Kenntnis von einer schwer verletzten Person sowie vier weiteren leicht verletzten. Die beiden Wandergruppen waren am rechten Ufer des Gelmersees im Grimselgebiet unterwegs, als sie von den Steinen getroffen wurden. Bei den Verletzten handelt es sich um vier Erwachsene und zwei Jugendliche. Zwei der Opfer sind unter 18 Jahre alt.

Zwei Helikopter bargen in der Folge die Verletzten und brachten sie in ein Spital. Zudem wurde ein Hund verletzt und in die Obhut eines Tierarztes gegeben. Wie die Schweizerische Depeschenagentur sowie die Zeitungen Blick und 20 Minuten berichten, sei eine der Personen schwer verletzt. Etwa 15 bis 20 Sekunden habe es gedauert, die Steine seien in den See geplumpst.

Sie hätten Alarm schlagen wollen, aber mit dem Handy kein Netz gehabt. Die Wanderer wurden mit Helikoptern der Rega und Air Glaciers und Ambulanzen in Spitäler gebracht. Ein anderer Augenzeuge gab gegenüber "20 Minuten" an, dass die Verletzten am Kopf, am Rücken oder an den Beinen getroffen worden seien.

Ein Notarzt sei aus einem Helikopter abgeseilt worden, um sich ein Bild der Lage zu machen und sich um die Verletzten kümmern.

Der betroffene Wegabschnitt wurde verschüttet und ist seither aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Die Gelmerbahn hat vorübergehend den Betrieb eingestellt, der Zugang zur Gelmerhütte ist jedoch sichergestellt. Die steilste Standseilbahn der Welt lockt zahlreiche Touristen an.

Die Brocken erreichen dabei Geschwindigkeiten bis zu 30 Metern in der Sekunde, wie der Kanton Bern in einer Information über Naturgefahren schreibt.

Die Fahrt mit dem Bähnchen ist für Leute, die nicht schwindelfrei sind, die grössere Herausforderung als die rund zweistündige Wanderung um den See, der in der Granitlandschaft des Grimselgebiets liegt.

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