Mehr Kandidaten bei der Bundestagswahl

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Das teilte Bundeswahlleiter Dieter Sarreither am Dienstag in Berlin mit. Den Angaben zufolge treten so viele Parteien an wie noch nie seit der Wiedervereinigung.

Die Grünen haben mit 46,9 Prozent den größten Frauenanteil bei den Kandidaten der derzeit im Bundestag vertretenen Parteien, gefolgt von der SPD (40,7 Prozent), der CDU (36,1 Prozent), den Linken (35,8 Prozent), und der CSU (22,2 Prozent). Seit der Wende gab es nur im Jahr 1998 mehr Bewerber - damals waren es 5062. "Diese Entwicklung bestätigt nicht die allgemeine These von der Politikverdrossenheit der Bürger", sagte Sarreither. Der Anteil der Frauen beträgt demnach 29 Prozent.

Insgesamt werden sich 4.828 Bewerber dem Votum der Wähler stellen. Von den 42 Parteien sind laut Bundeswahlleiter 16 zum ersten Mal dabei. Neben den großen Bundestags- und Landtagsparteien treten weltanschauliche Vereinigungen wie das "Bündnis C - Christen für Deutschland" oder die "Partei der Humanisten" an, aber auch Interessenbündnisse wie die "Familien-Partei Deutschland", "Die Urbane". Insgesamt werden die 299 Wahlkreise in etwa 73.500 Urnenwahlbezirke unterteilt. Am Wahltag sollen rund 650.000 Ehrenamtliche in den rund 88.000 Wahlvorständen tätig sein.

Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Monaten im Bundesgebiet eine Wohnung haben oder sich sonst gewöhnlich dort aufhalten sowie unter bestimmten Voraussetzungen Deutsche, die im Ausland leben.

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