Studie belegt Zweifel an Diesel-Updates

Einstellen Kommentar Drucken

Zusätzlich soll es aber eine Prämie von den Autoherstellern für den Umstieg auf einen emissionsärmeren Diesel geben. Wie hoch diese ist, kann jeder Hersteller selbst festlegen. Die Updates werden daher erst im Frühjahr 2018 anlaufen. Dies hatte unter anderem der österreichische Automobilclub ÖAMTC gefordert. "Autofahrer, die Software-Updates an ihren Dieselfahrzeugen vornehmen lassen, können keineswegs sicher sein, dass sie letztendlich nicht von einem Fahrverbot betroffen sind", sagte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski.

Leichtfried sprach nach dem Gipfel davon, dass das Ergebnis gegenüber der deutschen Einigung "aufgefettet" wurde. Er sei aber trotzdem noch unzufrieden. Daher kündigte der Verkehrsminister an, dass es im Herbst einen weiteren großen Gipfel mit allen Interessenvertretern geben werde. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) zeigte sich enttäuscht. "Und ein Software-Update bringt eine viel zu geringe Reduktion der Schadstoffe", so VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen unter Verweis auf Messungen des Umweltbundesamtes in Deutschland. Analog zu Mautplaketten werden sie "Umwelt-Pickerl" genannt und kosten knapp 40 Euro. Auch die Umtauschprämie für den Wechsel auf umweltfreundlichere Autos werde nur zu einer Minderung von etwa zwei Prozent führen, wenn die älteren Diesel-Fahrzeuge gegen neue Diesel-Wagen mit der Euro-6-Norm ausgetauscht würden.

Comments