Umfrage zur Bundestagswahl: Fast die Hälfte der Wähler ist noch unentschlossen

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Viele Wähler haben sich noch nicht entschieden.

Viele sind sich schon jetzt sicher, wer am 24. September gewinnen wird.

24 Prozent der Befragten zeigten sich laut Forsa-Studie entweder unentschlossen oder wollten nicht wählen.

Frankfurt am Main (APA/AFP) - Einen Monat vor der deutschen Bundestagswahl weiß fast die Hälfte der Wähler einer Umfrage zufolge noch nicht, für wen sie am 24. September stimmen will. Noch stärker ist diese Tendenz im vom Forsa-Institut ermittelten "Stern-RTL-Wahltrend": Etwas mehr als drei Viertel aller Bundesbürger - nämlich 76 Prozent - gehen dort davon aus, dass die Bundestagswahl bereits so gut wie entschieden sei und die SPD nicht mehr stärkste Partei werden könne.

Das ergab eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts Allensbach im Auftrag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Im Mai, als schon einmal nach den Chancen eines SPD-Wahlsiegs gefragt worden war, hatten noch 30 Prozent prognostiziert, dass die SPD als stärkste Partei den Kanzler stellen wird - darunter 39 Prozent der eigenen Anhänger. Die FDP würde mit zehn Prozent drittstärkste Kraft vor der Linkspartei mit acht Prozent und den Grünen mit 7,5 Prozent.

Die SPD hat laut den Daten von Allensbach ein Problem mit ihrem Kanzlerkandidaten: Martin Schulz kommt selbst bei Anhängern der Sozialdemokraten nur auf eine Zustimmung von 51 Prozent. Nach dem Terroranschlag von Barcelona kann sich die AfD dieser Umfrage zufolge um einen Punkt auf 9 Prozent verbessern - diesen Wert hatte sie zuletzt im April. Die Union büßt dagegen im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ein auf nun 38 Prozent. Bei ebenfalls neun Prozent steht die Linke, während die FDP bei acht Prozent bleibt und die Grünen einen Punkt auf sieben Prozent verlieren.

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