Fast jeder Fünfte in Berlin ist armutsgefährdet

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Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit Tabelle sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Unter den Ländern war 2016 das Armutsrisiko - gemessen an der Armutsgefährdungsquote - in Baden-Württemberg (11,9 Prozent) und Bayern (12,1 Prozent) am geringsten.

Jeder fünfte Sachsen-Anhalter ist von Armut bedroht. Im Vergleich der Bundesländer gibt es noch größere Unterschiede: Während in Baden-Württemberg gut 43 Prozent der Erwerbslosen armutsgefährdet waren, traf dies in Sachsen-Anhalt auf rund 76 Prozent zu.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, waren im vergangenen Jahr 20,2 Prozent der Heranwachsenden unter 18 Jahren betroffen. Der Wert ist so hoch wie seit 2005 nicht mehr. Für diese Berechnung wurde der Bundesdurchschnitt verwendet. Die Statistiker weisen allerdings darauf hin, dass die Zahlen nur eingeschränkt vergleichbar sind. Das waren 0,8 Punkte weniger als im Vorjahr und der niedrigste Stand seit 2012. Mehr als die Hälfte (52,9 %) der Erwerbslosen im früheren Bundesgebiet und mehr als zwei Drittel der Erwerbslosen in den neuen Ländern (66,9 %) waren 2016 armutsgefährdet. Die sogenannte Armutsgefährdungsquote lag auch in Sachsen-Anhalt mit 21,4 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 20,4 Prozent vergleichsweise hoch. Mit einer Quote von 13,1 Prozent ist Armut in den Kreisen Olpe und Siegen am wenigsten verbreitet.

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