Warum Gemüsechips keine gesündere Alternative sind

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Knabbern ohne schlechtes Gewissen? Doch stellen Gemüsechips wirklich eine gesündere Alternative zu gewöhnlichen Kartoffelchips dar? Stiftung Warentest hat in seiner September-Ausgabe der Zeitschrift test insgesamt 15 Produkte untersucht, darunter acht Bio-Produkte. Das Ergebnis ist ernüchternd. Testsieger ist das teuerste Produkt, die Seeberger Veggie Chips für 4,15 Euro. Nur drei Produkte erhielt gute Noten. Ebenfalls gut sind die Funny Frisch Veggie Chips (3,20 Euro/100 Gramm) sowie das Bioprodukt Vegetable Chips von Trafo (3,70 Euro/100 Gramm). Der hohe Gehalt an Salz, Fett und Zucker lässt sich dadurch aber nicht aufwiegen. Durch das Trocknen erhöht sich zudem der Zuckergehalt. Vier enthalten sogar bedenkliche Mengen kritischer Stoffe. Denn Gemüsechips sind genauso Kalorienbomben wie klassische Kartoffelchips. In Tierversuchen wirkte Acrylamid krebserregend und erbgutschädigend. Es bildet sich, wenn kohlenhydratreiche Lebensmittel geröstet, gebacken, gebraten oder frittiert werden.

In einem Produkt war die Rote Bete stark mit Nitrat belastet. Nitrat kann im Körper zu Nitrit und dann unter anderem zu Nitrosaminen reagieren.

Als Fazit bleibt: Kalorien sparen lassen sich mit Gemüsechips nicht. Die meisten Produkte unterscheiden sich kaum von den ungesunden Kartoffelsnacks. Eine geschmackliche Alternative sind sie allemal.

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